
- Hanspeter Suess
„Wie wir gewinnen können!“
Unter diesem Motto kamen vom 13.-15. Mai 2010 zum fünfzehnten Mal gut
100 Unternehmer, leitende Angestellte und Menschen mit Verantwortung im Geschäftsleben mit ihren Ehepartnern und -partnerinnen ans Geschäftsleuteseminar der Stiftung Schleife. Mit dem Ziel, Inspirationen abzuholen, neue Wege zu erkennen und die leeren Batterien wieder aufzuladen.
Hanspeter und Marianne Süess eröffneten die Tage mit einem Einstieg, der von der ersten Minute an tiefe Fragen hervor rief. „Wo bin ich noch nicht immer ein Gewinner?“, „In welchen Bereichen verliere ich noch zu viel?“, „Welche Veränderungen kann ich nutzen, um zum Gewinner zu werden?“, „In welche Bereiche habe ich Gott noch nicht eingeladen?“ - Gott möchte, dass wir alle Gewinner werden!
Kurt Ehrat, Unternehmer der Elektrobranche in Planung und Realisation von Elektro- und Kommunikationsanlagen, berichtete über „die Quelle von Kraft und Autorität“. Wir beziehen unsere Kraft aus vielen Quellen wie Wasserquellen, Stromquellen, Lichtquellen, Finanzquellen uvm. Was sind aber all die Quellen, wenn sie nicht aufgefüllt werden von Gott? Von dem, der die Quellen füllt und der selber die Quelle aller Quellen und vor allem die unseres Herzens ist? Wenn Gott uns einen Auftrag gibt, gibt er uns als Quelle aller Quellen auch die Kraft und Ressourcen dazu. Wir müssen lernen, uns in die Arme dieses Vaters zu begeben und zu vertrauen.
Der wunderbare Tausch am Kreuz
Michael Herwig, lange tätig im internationalen Missions- und Versöhnungsdienst, ehemaliger Gemeindepfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland, ausgebildeter Seelsorger und Teammitglied der Stiftung Schleife berichtet über sein grösstes Herzanliegen: das Kreuz. Wir glauben häufig, Gott gefallen zu müssen mit unserem Dienst, unserer Arbeit, unseren erarbeiteten Titeln und Namen. Tief im Herzen sind wir jedoch alle wie bedürftige Strassenkinder, die um ein bisschen Liebe betteln. Der Vater hat tiefe Sehnsucht nach uns - nach uns, und nicht nach unseren Titeln, Funktionen und Diensten. Er sucht nicht den Pfarrer oder den tollen Geschäftsmann in uns, sondern den kleinen Jungen, der mit seiner verletzten Seele zum Vater schreit und das kleine Mädchen, das herumirrt und ihm seine Enttäuschung hin hält. Wir müssen begreifen lernen, dass der Vater uns liebt, einfach nur unser selbst willen. In seinem Buch „Komm zum Kreuz“ macht er diesen wunderbaren Tausch, der dort passiert, verständlich und deutlich. Krankheit, Sünde, Hoffnungslosigkeit werden eingetauscht in Versöhnung, Heil, Freude usw. Diese Liebe bekommen wir nur geschenkt, wir können sie nicht verdienen. Eine himmlische Botschaft!

- Anna-Lisa Oggenfuss
Wer bin ich? Auswirkungen der Identität.
Anna-Lisa Oggenfuss, Heilpädagogin, Organisationsentwicklerin, Gesprächs- und Traumtherapeutin sowie Geschäftsführerin der „Rehawork“ schöpfte aus dem Vollen zum Thema „Auswirkungen meiner Identität“ und machte das gespannte Publikum mit elementaren Fragen neugierig. „Wie und was denke ich über mich?“ und „Was tue ich, um diese Identität zu erlangen, die Gott mir zugesprochen hat?“ Hüte Deine Gedanken, denn sie sind der erste Anfang deiner Identität. Gedanken werden Worte, Worte werden zu Handlungen, Handlungen werden Charakter. Unsere Gesellschaft identifiziert sich über 5 Bereiche wie zum Beispiel über die „Leiblichkeit“ mit all ihren Schönheitsidealen, dem Körperkult uvm. Wir identifizieren uns ebenfalls über unser soziales Netzwerk. „Zeig mir Deine Freunde und ich sag Dir wer Du bist.“ Wir sind Teil einer Familie oder Gruppe und stellen uns idealerweise zu diesen Gruppen, auch wenn diese nie fehlerfrei sind. „Was ich mache ist mein Markenzeichen“. Mit diesem Gedankengut identifizieren wir uns über unsere Arbeit, was äusserst gefährlich ist. In diesen Zeiten ist es sehr gefährlich, sich über die Arbeit zu definieren. Was passiert, wenn dieser Teil verändert wird, verloren geht? Materielle Sicherheit ist eine weitere, ebenso unsichere Säule, über die wir uns „ausmachen“. Die wichtigsten Frage zur Identifikation sind: „Wie will ich sein?“, „Wofür stehe ich ein?“, „Woran glaube ich?“, „Was ist die letzte Triebfeder meines Handelns?“ Die Frage nach den Werten ist die zentrale Frage zur Findung unserer tiefsten Identität.

- Yves Enderlin
Verschiedene Workshops erweiterten den Teilnehmern den Horizont.
Yves Enderlin war mit seinen Zuhörern „unterwegs zum erfolgreichen Unternehmen“ und warf die elementare Frage in den Raum, ob Erfolg ein Resultat glücklicher Umstände oder von Visionen und harter Arbeit ist. Elisabeth Schirmer berichtete eindrücklich über „die grünende Wachstumsstrategie“, Weissgeld in der göttlichen Fülle sowie die Himmels-Ökonomie und Irmgard Haas, angestellte Beterin, brachte „das Gebet das Firmen verändert“ freudig in die Herzen der Zuhörer. Markus Züger zeigte auf, wie man erfolgs- und menschenorientiertes Führen kraftvoll verbinden und nutzen kann und Ilona Ingold und Matthias Asendorf berichteten erfrischend offen über die Höhen und Tiefen, die der Sprung in das Jungunternehmertum sowohl geschäftlich, privat und in der Findung der Rollen mit sich bringen kann.
Andreas Keller, Exekutivleiter der Stiftung Schleife, Pastor und Lehrer brachte all die Eindrücke und das Erlebte zusammen und rief nochmals dazu auf, dass wir als Söhne und Töchter des Vaters zu Gott beten und nicht als bedürftige Sklaven. Dieser Unterschied, diese Gewissheit, dass uns der Vater alles gibt und geben wird, was ein guter Vater für sein Kind bereit hält, wird unser Gebet, unsere Gedanken und unsere Haltung gewaltig verändern.
Über all die Tage sorgte Mario Schaub mit seiner Band für den sowohl zarten als auch mitreissenden Worship, führte die Herzen der Zuhörer in die Anbetung und holte ein kleines, sehr grosses Stück Himmel auf die Erde.


