Bauernkonferenz – Darf Gott auf den Höfen real werden?
Vom 19. bis 21. März 2010, trafen sich insgesamt über 1'600 Bauern und Bäuerinnen an der zweiten Bauernkonferenz der Stiftung Schleife in Winterthur. Das Publikum erwartete ein buntgemischtes Programm mit Lobpreis, Musikeinlagen wie Jodeln, Alphorn, Vorträgen, einer Kurzbotschaft von Bundesrat Ueli Maurer, einem Politpodium mit den Nationalräten Büchler, Binder und von Siebenthal, Workshops sowie Gesprächs- und Gebetsangebote und eine Ausstellung. Ziel war es, Bauern und Bäuerinnen zu ermutigen, ihnen Raum zu geben für Begegnung und Vernetzung und vor allem, ihnen geistlich den Rücken zu stärken. Damit sie in ihrem Alltag mit Gott und Seinem Eingreifen rechnen und Hoffnung und Vision für Ihre Zukunft aufblüht.
Die Schweizer Bauern werden immer mehr herausgefordert: die Grossverteiler wetteifern mit Billigpreisen, Discounter drängen auf den Markt und die Importschranken fallen. Die Konferenz suchte aber nicht politische Antworten und Lösungen, sondern wies auf Gott und Sein konkretes Eingreifen hin. In den Workshops waren viele Berichte von Bauern und Bäuerinnen zu hören, die aus Gottvertrauen kreativ arbeiten und konkreten Segen erleben, indem Gott sich zu ihrem Betrieb stellt. Egal ob im Stall, im Schutz vor Unwettern, im Lösen von Konflikten, in der Familie und nicht zuletzt ganz konkret in der Versorgung.
Bundesrat Ueli Maurer: Die Landwirtschaft ist eine Zukunftsbranche
„Die Sorgen um die wirtschaftliche Existenz beschäftigt alle Bauern, Zukunftsglaube ist ein Schlüssel, diese Zeiten zu überbrücken, denn die Landwirtschaft ist eine Zukunftsbranche“, so Bundesrat Ueli Maurer in seiner Grussbotschaft am Samstagmorgen. „Unsere Schweiz steht auf dem Fundament von christlichen Werten. So steht auch in der Präambel: „Im Namen Gottes des Allmächtigen ...“, unsere Nationalhyme beruft sich auf Gott und nicht zuletzt das Kreuz in unserer Nationalflagge sind ein Zeichen dafür. Aber wir sind in Gefahr, uns von diesen Werten zu entfernen. Die Landwirte haben eine tragende Rolle, diese Werte wieder aufleben zu lassen, sie zu leben und diese auch an unsere Kinder weiterzugeben“. Ueli Mauerer schliesst mit einem herzlichen Dank im Namen des Bundesrates an die Bäuerinnen und Bauern für ihren Einsatz für unser Land.
Im anschliessenden Politforum mit den Nationalräten Büchler (CVP), Binder (SVP) und von Siebenthal (SVP) meinte Binder: „Sicherheit für unser Land bringt nicht in erster Linie eine funktionierende Armee, sondern die Versorgung unseres Landes, diese garantiert Stabilität und Unabhängigkeit“. Büchler bekräftigt: „Die Zukunft gehört Euch“! und von Siebenthal gibt den Jungbauern mit auf den Weg, dass es wichtig ist, näher zusammenzurücken und einander zu unterstützen und zu helfen.
So auch Erich Reber am Samstagabend: „Gott hat eine Vision für Euch, Euer Land und Euren Stand! Ihr macht einen Unterschied.“ Und er unterstrich dies mit vielen bewegenden Beispielen aus seinem Leben.
Auch die Gesprächs- und Gebetsangebot, unter anderem „Bauern für Bauern“ wurden rege benutzt. Als Neuheit bildete ein innovativer Bauernmarkt eine Plattform, um nützliche Innovationen und Erfindungen zu präsentieren, beispielsweise einen Tandem-Melkstand. Andreas Keller im Anschluss an die Konferenz: „Für uns war die Konferenz sehr erfreulich, die Bäuerinnen und Bauern wurden ermutigt, bestärkt und sind hoffnungsvoll wieder auf ihre Höfe zurückgekehrt. Die Konferenz war sehr praktisch orientiert und so sind die Ausstellung, die Workshops und Gebets- und Gesprächsangebote auf sehr gute Resonanz gestossen. Es fanden ein grosser Austausch und eine Vernetzung statt, auch zwischen Deutsch- und Welschschweizern. Wir sind überzeugt, dass dies Früchte tragen wird und dass die Bauern und Bäuerinnen im Alltag mit Gott rechnen werden.
